Allgemeine Geschäftsbedingungen
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB") regeln das Vertragsverhältnis zwischen dem Anbieter und dir als Nutzer für die Nutzung von RunLine — bestehend aus dem Web-Frontend unter getrunline.app und der Mixed-Reality-Anwendung für Meta Quest. Bitte lies sie sorgfältig durch. Bei Fragen schreib uns an mail@getrunline.app.
§ 01Geltungsbereich und Anbieter
RunLine ist ein Web-Service und eine Mixed-Reality-Anwendung für Meta Quest, betrieben von Mario Hofer, 73278 Schlierbach, Deutschland, erreichbar unter mail@getrunline.app (im Folgenden „Anbieter"). Die vollständigen Anbieter-Daten (Anschrift, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, verantwortliche Person) findest du im Impressum.
Diese AGB gelten zwischen dem Anbieter und dem Nutzer für sämtliche Leistungen, die über das RunLine-Web-Frontend und die Quest-Anwendung erbracht werden. Abweichende Bedingungen des Nutzers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 02Leistungsbeschreibung
RunLine ist ein Visualisierungs-Tool für Designer und Richter von Hundesport-Agility-Parcours. Hauptfunktion ist der Import von SmarterAgility-Course-Designs und ihre maßstabsgetreue Darstellung als Mixed-Reality-Szene auf Meta-Quest-Headsets.
Der Service ist ein Hilfsmittel zur Planung und Visualisierung. Die Verantwortung für den realen Aufbau eines Parcours, die Sicherheit der laufenden Hunde und Sportler sowie die Einhaltung der jeweils geltenden Verbandsregeln (FCI, VDH, ÖKV, SKG, AKC etc.) liegt ausschließlich beim Nutzer.
Beta-Hinweis: Der Service befindet sich während der Beta-Phase in aktiver Entwicklung. Funktionen können sich ohne Vorankündigung ändern, vorübergehend nicht verfügbar sein oder ganz entfallen.
§ 03Vertragsschluss
Der Vertrag zwischen Anbieter und Nutzer kommt mit der erfolgreichen Bestätigung des Nutzerkontos zustande. Nutzer müssen volljährig (mindestens 18 Jahre alt) und uneingeschränkt geschäftsfähig sein.
Der Anbieter behält sich vor, Konten ohne Angabe von Gründen abzulehnen, nicht zu bestätigen oder zu sperren — insbesondere im Rahmen einer Beta-Slot-Begrenzung oder bei begründetem Verdacht auf Verstöße gegen diese AGB.
§ 04Nutzungsrechte und -pflichten
Der Anbieter räumt dem Nutzer ein persönliches, nicht-übertragbares, nicht-ausschließliches und auf die Vertragslaufzeit beschränktes Recht ein, RunLine zum vertraglich vorgesehenen Zweck zu nutzen.
Der Nutzer ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Die Anlage und der Betrieb mehrerer Nutzerkonten durch dieselbe natürliche Person sind unzulässig.
§ 05Geistiges Eigentum und Vertraulichkeit
Sämtliche Rechte an RunLine — insbesondere an der Software, dem Quell- und Objektcode, den Datenmodellen, der grafischen Gestaltung, den 3D-Modellen, Texturen und Icons, dem Benutzeroberflächen-Design sowie den Bezeichnungen, Logos und sonstigen Inhalten — stehen ausschließlich dem Anbieter zu oder werden von ihm rechtmäßig genutzt. Die dem Nutzer nach § 04 eingeräumten Nutzungsrechte bewirken keine Übertragung von Eigentums- oder Schutzrechten.
Dem Nutzer ist es untersagt, Inhalte, Gestaltungselemente, Modelle oder sonstige Bestandteile von RunLine ganz oder teilweise zu vervielfältigen, zu extrahieren, nachzubilden oder in eigene oder fremde Produkte zu übernehmen, soweit dies nicht durch zwingendes Recht gestattet ist.
Vertraulichkeit während der Beta: RunLine wird dem Nutzer während der Beta-Phase als nicht öffentlich verfügbares Vorabprodukt zugänglich gemacht. Alle hierbei zugänglichen, nicht allgemein bekannten Informationen — insbesondere noch nicht veröffentlichte Funktionen, Bedienkonzepte, Gestaltungen, technische Details und Roadmap-Informationen — sind vertraulich zu behandeln. Der Nutzer verpflichtet sich, diese Informationen weder Dritten offenzulegen noch zu anderen als den vertraglich vorgesehenen Zwecken zu verwenden.
Insbesondere ist es dem Nutzer untersagt, RunLine oder daraus gewonnene vertrauliche Erkenntnisse oder geschützte Inhalte des Anbieters zu nutzen, um ein konkurrierendes Produkt zu entwickeln, entwickeln zu lassen oder dessen Entwicklung zu unterstützen. Die eigenständige Entwicklung eigener Produkte ohne Verwendung vertraulicher Informationen oder geschützter Inhalte des Anbieters bleibt hiervon unberührt.
Diese Vertraulichkeitspflichten bestehen auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses fort.
§ 06Verbotene Handlungen
Dem Nutzer ist insbesondere untersagt:
- Reverse Engineering, Dekompilieren, Disassemblieren der Anwendung oder ihrer Komponenten, soweit nicht gesetzlich zwingend zulässig (§ 69e UrhG);
- Umgehung technischer Schutzmaßnahmen, einschließlich JWT-Token-Verifikation, Slot- und Rate-Limits;
- automatisierte Zugriffe (Bots, Crawler, Scraping-Tools) ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des Anbieters;
- die Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte;
- die Anlage und der Betrieb mehrerer Nutzerkonten durch dieselbe natürliche Person;
- das Teilen eines verknüpften SmarterAgility-Kontos zwischen mehreren RunLine-Nutzern;
- Eingriffe in oder Veränderungen der Anwendung, ihrer Server-Infrastruktur oder Datenbankinhalte;
- die Übertragung von Schadcode oder der Versuch, Sicherheitslücken auszunutzen;
- die Vervielfältigung, Extraktion oder Nachbildung von Inhalten, 3D-Modellen, Texturen, Icons oder Gestaltungselementen der Anwendung, ganz oder teilweise;
- die Nutzung der Anwendung oder daraus gewonnener vertraulicher Erkenntnisse zur Entwicklung, Herstellung oder Unterstützung eines konkurrierenden Produkts;
- die Offenlegung nicht öffentlich bekannter Beta-Funktionen, -Gestaltungen oder technischer Details gegenüber Dritten ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters;
- jeglicher Verstoß gegen geltendes Recht oder Rechte Dritter im Zusammenhang mit der Nutzung von RunLine.
Verstöße gegen diese Regelungen berechtigen den Anbieter zur sofortigen Sperrung des betroffenen Kontos und zur fristlosen Kündigung des Vertragsverhältnisses.
§ 07Verfügbarkeit
Der Anbieter strebt eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes an, übernimmt jedoch keine Garantie für eine bestimmte Verfügbarkeit oder Antwortzeit. Geplante Wartungsfenster werden, soweit möglich, vorab angekündigt. Während der Beta-Phase besteht kein Service-Level-Agreement.
§ 08Subscription und Kündigung
Während der Beta-Phase ist die Nutzung von RunLine kostenfrei. Kostenpflichtige Pläne werden zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt; die dafür geltenden gesonderten Vertragsbedingungen werden rechtzeitig vor Einführung bekannt gegeben und bedürfen einer separaten Zustimmung des Nutzers.
Der Nutzer kann sein Konto jederzeit löschen, indem er den Anbieter unter mail@getrunline.app kontaktiert. Der Anbieter ist berechtigt, das Vertragsverhältnis bei Vorliegen eines wichtigen Grundes — insbesondere bei einem Verstoß gegen § 06 dieser AGB — fristlos zu kündigen.
§ 09Datenschutz
Es gilt die Datenschutzerklärung des Anbieters, die integraler Bestandteil dieser AGB ist. Sie beschreibt, welche personenbezogenen Daten erhoben werden, wozu sie verwendet werden und welche Rechte dem Nutzer in Bezug auf seine Daten zustehen.
§ 10Haftung und Gewährleistung
Beta-Hinweis: Der Service kann Fehler enthalten und steht im aktuellen Entwicklungszustand zur Verfügung. Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten — also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf) und beschränkt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden.
Eine Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Datenverlust ist im Rahmen des gesetzlich Zulässigen ausgeschlossen. Die §§ 309 und 310 BGB bleiben unberührt — zwingende Verbraucherschutzvorschriften haben Vorrang vor dieser Haftungsbeschränkung.
Insbesondere übernimmt der Anbieter keine Verantwortung für Schäden, die durch den Aufbau eines Parcours nach von RunLine bereitgestellten Daten an Tieren, Personen oder Sachen entstehen. Die Bewertung der Sicherheit eines Parcours-Aufbaus im realen Raum obliegt allein dem Nutzer.
§ 11Kursplan-Import (Extraktion)
RunLine bietet als optionale Funktion die automatisierte Erkennung von Parcoursplänen an: Der Nutzer kann ein digitales Bild eines Parcoursplans hochladen; die Anwendung rekonstruiert daraus maschinenlesbare Kursdaten, die im Nutzerkonto gespeichert und auf Wunsch in das verknüpfte SmarterAgility-Konto des Nutzers übertragen werden können.
Verantwortlichkeit für Uploads: Parcourspläne können urheberrechtlich oder durch sonstige Rechte Dritter geschützt sein. Der Nutzer darf nur Pläne hochladen, die er selbst erstellt hat oder zu deren Nutzung für diesen Zweck er berechtigt ist — etwa weil der Rechteinhaber den Plan zur Vorbereitung auf eine Prüfung oder zu Trainingszwecken bereitgestellt oder der Nutzung zugestimmt hat. Der Anbieter prüft hochgeladene Inhalte nicht auf ihre rechtliche Zulässigkeit; die Verantwortung für den Upload liegt allein beim Nutzer.
Nutzungsrechte an Uploads: Mit dem Hochladen räumt der Nutzer dem Anbieter das einfache, auf den Zweck der Funktionserbringung beschränkte Recht ein, das Bild zu speichern und automatisiert auszuwerten. Hochgeladene Bilder werden spätestens 90 Tage nach dem Upload gelöscht. Eine darüber hinausgehende Nutzung, insbesondere zur Analyse und Verbesserung der automatisierten Erkennung, findet nur statt, wenn der Nutzer hierin gesondert eingewilligt hat (Feedback und Korrektur-Auswertung, siehe unten).
Feedback zur Erkennung: Der Nutzer kann ein Erkennungsergebnis freiwillig bewerten, Fehlerkategorien angeben, Stellen im Bild markieren und einen Kommentar hinterlassen. Mit dem Absenden des Feedbacks willigt der Nutzer ein, dass das betroffene Bild, das Erkennungsergebnis und die Feedback-Angaben über die 90-Tage-Frist hinaus gespeichert und zur Analyse und Verbesserung der Erkennungsfunktion ausgewertet werden. Die Einwilligung wird bei der Abgabe des Feedbacks erklärt und ist keine Voraussetzung für die Nutzung der Funktion.
Korrektur-Auswertung: Überträgt der Nutzer einen aus einem Bild erzeugten Kurs in sein SmarterAgility-Konto und stimmt dabei der Korrektur-Auswertung zu, speichert der Anbieter spätere Änderungen an den Kursdaten dieses Kurses (vorheriger und geänderter Stand) und wertet sie zur Verbesserung der Erkennungsfunktion aus. In diesem Fall werden auch das zugehörige Bild und das Erkennungsergebnis über die 90-Tage-Frist hinaus aufbewahrt.
Widerruf: Beide Einwilligungen sind freiwillig und können jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden, zum Beispiel per E-Mail an mail@getrunline.app. Nach einem Widerruf werden die betroffenen Bilder, Feedback-Angaben und Korrektur-Daten gelöscht. Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung.
Freistellung: Der Nutzer stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer rechtswidrigen Nutzung der Import-Funktion durch den Nutzer entstehen, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung, es sei denn, der Nutzer hat die Rechtsverletzung nicht zu vertreten.
Entfernung beanstandeter Inhalte: Der Anbieter ist berechtigt, hochgeladene Bilder und daraus erzeugte Kursdaten zu sperren oder zu löschen, wenn Dritte eine Rechtsverletzung geltend machen oder konkrete Anhaltspunkte für eine solche bestehen. Rechteinhaber können Beanstandungen an mail@getrunline.app richten.
Keine Gewähr für Erkennungsergebnisse: Die Erkennung erfolgt automatisiert und liefert eine Annäherung an den abgebildeten Plan. Der Nutzer hat die erzeugten Kursdaten vor der Verwendung — insbesondere vor dem Aufbau realer Hindernisse — auf Richtigkeit zu prüfen. § 10 bleibt unberührt.
§ 12Schlussbestimmungen
Anwendbares Recht: Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Handelt der Nutzer als Verbraucher, bleiben zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, unberührt.
Gerichtsstand: Soweit der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist oder seinen Wohnsitz nach Vertragsschluss ins Ausland verlegt, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt diejenige gesetzliche Regelung, die dem mit der unwirksamen Bestimmung verfolgten wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
Änderungen dieser AGB: Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies aus triftigem Grund — etwa aufgrund einer geänderten Rechtslage, höchstrichterlicher Rechtsprechung, technischer Weiterentwicklung des Dienstes oder einer Erweiterung des Leistungsangebots — erforderlich wird und der Nutzer hierdurch nicht entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligt wird. Über beabsichtigte Änderungen wird der Nutzer mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform (z. B. per E-Mail) informiert. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf diese Folge sowie auf sein Widerspruchsrecht wird der Anbieter in der Mitteilung gesondert hinweisen. Widerspricht der Nutzer, gilt der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fort; beide Parteien bleiben berechtigt, das Vertragsverhältnis nach § 08 zu beenden. Änderungen der Hauptleistungspflichten oder einer etwaigen Vergütung sind von dieser Regelung ausgenommen und bedürfen der gesonderten Zustimmung des Nutzers.